19:57

Abschlussvortag

Rekord-Smogwerte im Peking, Eindrücke aus der pulsierenden Mega-Metropole Shanghai, Fotos vom Drei-Schluchten-Staudamm bei Wuhan, Geschichten über die Erforschung eines riesigen multikulturellen Landes “by train”, der Austausch mit chinesischen Studenten und deutschen Expats – wir sind zurück aus China und haben viel zu erzählen! :)
Dafür laden wir alle Interessierten herzlich zu unserem Abschlussvortrag ein. Dieser findet am 8. Mai um 19:30 Uhr im Hans-Georg-Waeber-Saal des Fraunhofer IISB statt. Im Anschluss stehen wir für Fragen zur Verfügung und laden euch ein, unserer “Mitbringsel” zu bestaunen und zu verkosten. Euch erwarten chinesische Snacks und chinesisches Bier!

Ein Anfahrtsplan kann auf der Seite des Fraunhofer IISB abgerufen werden.

08:01

Letzter Tag in Bangkok und Heimflug – Sonntag, 16. März und Montag, 17. März

Der letzte Tag unserer Exkursion in Bangkok nutzten wir für verschiedenste Aktivitäten.

Eine Gruppe von Frühaufstehern machte sich auf den Weg zur Assumption Cathedral in der Innenstadt, um dort einem katholischen Gottesdienst beizuwohnen. Besonders ins Auge stach der Glassarg des aufgebahrten Gemeindegründers. Es folgte ein Spaziergang durch das alte Viertel der ersten europäischen Ansiedelungen.
Auch die anderen Mitglieder nutzten die Zeit, um sich von Bangkok zu verabschieden. So wurde der Chatuchak Market, der größten seiner Art auf der Welt, besucht. In diesem riesigen Chaos kann praktisch alles, von T-Shirts bis zu kleinen Tieren erworben werden.
Eine weitere Gruppe nutzte die Zeit für eine traditionelle Thaimassage und einen abschließenden Besuch im Benjakiti Park, wo wir noch ein letztes Mal mit den Thailändern zur Nationalhymne still standen.

Vor unserer Abfahrt zum Flughafen verabschiedeten wir uns noch von Henning und Gina. Außerdem gab es noch einen rührseligen Abschied mit vielen Umarmungen und Taschentucheinsatz von unseren vier Weggefährten, die für weitere 2 Wochen in Thailand bleiben.

Es folgte ein angenehmer 12stündiger Flug, so dass wir Montag Früh gut um 6 Uhr in Deutschland landeten. Zurück nach Nürnberg ging es mit dem Zug, wo sich die Gruppe schließlich aufteilte.

Die Zeit in China verging wie im Flug und die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Wochen werden uns für immer in Erinnerung bleiben. Noch einmal vielen Dank an alle, die diese Exkursion durch ihre Unterstützung erst ermöglicht haben und an alle, die diesen Blog fleißig mitverfolgt haben.

Eure Chinaexkursion 2014

12:40

Sightseeing in Bangkok – Samstag, 15. März

In Bangkok gibt es sehr viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten, sodass wir jede freie Minute ausnutzen wollten um möglichst viel zu sehen. Deshalb trafen wir uns heute schon um sieben Uhr mit Gina und Henning, obwohl der Vorabend für den ein oder anderen erst kurz zuvor endete. Wir fuhren mit dem Skytrain zur Fluss und legten dann die verbleibende Strecke zum Grand Palace mit dem Boot zurück. Der Grand Palace ist der königliche Palast mit Wat Phra Kaeo, einem beeindruckenden und prunkvollen Tempel in dem unter anderem der bekannte Smaragdbuddha steht. Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit veranlassten uns, die Wegstrecke zwischen den schattigen Plätzen möglichst kurz zu halten.

Nachmittags ging es zu Fuß zum Wat Pho, dem Tempel des liegenden Buddhas. Anschließend setzen wir mit der Fähre für 7 Cent pro Person auf die andere Flussseite über. Dort erklommen wir die nach oben hin immer steiler werdenden Stufen des Wat Arun. Von oben hatten wir einen faszinierenden Blick über Bangkok und den Chao Phraya River.

Zu Abend aßen wir direkt am Fluss mit Aussicht auf den Sonnenuntergang über dem Wat Arun. Nach einer dringend notwendigen Dusche im Hotel fuhren wir mit Tuk Tuks in die Khao San Road, der legendären Backpackerstraße in Bangkok.

12:38

Königliche Universität und Stadterkundung – Freitag, 14. März

Der Tag begann wieder einmal früh. Um halb Acht machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg zur Chulalongkorn Universität – so zumindest der Plan. Da allerdings nicht genügend Taxis zur Verfügung standen, machte ein Teil der Gruppe bereits erste Erfahrung mit dem Skytrain, der Hochbahn Bangkoks. So waren dann auch alle pünktlich um 9 in der Universität, wo das International Office sich und die technische Fakultät vorstellte. Im Anschluss an die Präsentation erhielten wir eine interessante Führung durch verschiedene Fachbereiche. Von Elektrotechnik über Maschinenbau bis Wirtschaftsingenieurwesen konnten wir einen Einblick in viele Labore, Experimente und Aufbauten erhalten.

Nachdem wir zu einigen Studenten Kontakte geknüpft hatten ging es weiter in das Einkaufszentrum MBK. Dort trafen wir Henning und Gina zum Mittagessen. Danach teilte sich die Gruppe. Es ging zur traditionellen Thai-Massage oder in den Lumpinipark. Im Park konnten wir zum ersten mal miterleben, wie die Thailänder um 18:00 (sowie um 8:00) plötzlich still stehen, während die Nationalhymne aus großen öffentlichen Lautsprechern und allen Radios ertönt.

12:14

Auf nach Bangkok, Lebua State Tower – Donnerstag, 13. März

Um 9:00 wurden wir von unserem Guide am Hotel abgeholt. Wir wurden zum Flughafen in Wuhan gebracht, um von dort den Flug nach Bangkok anzutreten. Der Platz im Flugzeug war für uns relativ große Europäer knapp bemessen. Deshalb waren wir froh, als wir nach vier Stunden unser Ziel erreichten.

Schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug machten sich die 35°C bemerkbar. Als wir schließlich im Hotel ankamen, war die „Abkühlung“ im leider fast lauwarmen Pool dringend notwendig. Am Abend trafen wir unsere Bekannten Henning und Gina, die uns die nächsten Tage durch Bangkok begleiten werden. Nach dem Abendessen mit sehr schönem Ambiente und immer noch gefühlten 30°C besuchten wir den Lebua State Tower. Nachdem wir ein Problem mit dem Dresscode durch einen geschickten Schuhtausch lösen konnten, konnten wir den stark besuchten Hangover2-Drehort endlich betreten. Von der Dachterrasse im 67ten Stock verschafften wir uns bei einem Cocktail einen Überblick über das leuchtende Bangkok bei Nacht.

12:10

Besuch bei Hoppecke Battery Systems Wuhan – Mittwoch, 12. März

Der Zeitplan für den heutigen Mittwoch ermöglichte es uns erstmals in Wuhan bis 7 Uhr auszuschlafen. Um 8 Uhr starteten wir mit dem öffentlichen Bus in Richtung Hoppecke Battery Systems Wuhan. Dank Google Maps und GPS konnten wir trotz ausschließlich chinesischer Ansagen und Schriftzeichen im Bus unser Ziel pünktlich erreichen. Dort wurden wir vom technischen Direktor Dr. Hofmann und seiner Assistentin Elaine erstmals in China mit einem Kaffee empfangen. Nach der Firmenpräsentation und der Gelegenheit Fragen zu stellen, warfen wir uns für die Führung durch das Werk in die Schutzkleidung, bestehend aus Mundschutz, Mütze und Laborkittel. Während der Führung erlangten wir interessante Einblicke in die Fertigung von Blockbatterien für industrielle Anwendungen und füllten unsere eigenen Batterien bei einem Mitttagessen in der Firmenkantine wieder auf. Nach der Odyssee auf der Hinreise freuten wir uns über das spontane Angebot des Werksleiters uns mit dem Bus zur nächstgelegenen U-Bahn Station zu fahren. Da ein Bus aber offensichtlich nicht zur Verfügung stand konnten wir einmal mehr über die rasche Improvisation der Chinesen staunen. Der Werksleiter und drei seiner Kollegen fuhren uns mit ihren Privatwagen.

Der Nachmittag stand allen zur freien Verfügung, neben Geschenken für die Daheimgebliebenen wurden auch Klamotten sowie Proviant für den morgigen Flug nach Bangkok geshoppt, oder einfach bei einem Mittagsschlaf die Akkus für den Abend wieder aufgefüllt.

Um 19 Uhr trafen wir uns wehmütig zum letzten gemeinsamen Abendessen in China und stießen auf die vielen positiven Erlebnisse unserer Reise an.

14:24

Drei-Schluchten Staudamm – Dienstag, 11. März

Nach fast 4 Stunden Fahrt mit der U-Bahn und dem Schnellzug in die Stadt YiChangDong wurden wir dort von unserem heutigen Reiseleiter und seinen Assistentinnen herzlich empfangen. Auf dem Weg zum Staudamm mussten wir mehrere Sicherheitskontrollen passieren, bei denen “bewegungslos” dastehende Sicherheitsbeamte jedes ein- und ausfahrende Fahrzeug überprüften um die Sicherheit des Staudamms zu gewährleisten. Nach einer insgesamt einstündigen Fahrt mit dem Bus und einem kurzen Stopp an einem Hotel, wo wir zu Mittag gegessen haben, kamen wir endlich an unserem heutigen Tagesziel, dem berühmten Dreischluchtenstaudamm an. Zunächst bekamen wir im dortigen Staudammmuseum eine kurze multimediale Einführung rund um die Hintergründe des Staudamms. Die gesamte, im Jahr 2008 fertiggestellte Anlage, besteht aus der eigentlichen Stauanlage, einer Schleusenanlage, dem weltgrößten Wasserkraftwerk mit 32 Turbinen und einer Gesamtleistung von 22,5 Gigawatt. Ein Schiffshebewerk, das den Schiffen neben der bereits bestehenden fünfstufigen Schleusenanlage eine weitere Auf- und Abstiegsmöglichkeit eröffnet, befindet sich gerade im Bau und soll 2015 fertig gestellt werden.

Mit dem Bus fuhren wir zum höchsten Punkt des Areals wo wir uns einen guten Überblick, trotz des dichten Nebels, über die gesamte Anlage verschaffen konnten.

Zum Abschluss wurde uns anhand eines gigantischen Abbilds der drei Schluchten erklärt, wie das Gebiet des Stausees vor der Flutung ausgesehen hat.

Nach einer langen Rückreise kamen wir am Abend mit vielen Gruppenfotos wieder am Hotel an.

15:28

Zu Gast bei der Huazhong University und Besuch des Stadtplanungsmuseums – Montag, 10. März

Heute hatten wir den ganzen Tag Zeit uns mit der HUST (Huazhong University of Science & Technology) zu beschäftigen. Nach einer U-Bahnfahrt und der Umrundung eines Riesenkreisverkehrs (als Fußgänger gar nicht so einfach) wurden wir durch das International Office empfangen. Nach gegenseitiger Vorstellung und Übereichung eines Geschenkes als Zeichen der Freundschaft, erklommen wir einen Hügel auf dem riesigen Universitätsgelände. Von dort aus eröffnete sich ein Blick über den Campus und wir sahen einen Bunker, der zu Kriegszeiten gebaut wurde.

Nach dem Abstieg und einem kurzen Fußmarsch erreichten wir das Klassenzimmer der Deutschstudenten. Eigentlich wollte der Lehrer mit uns über die Unterschiede im Lebensalltag alter Menschen in Deutschland und China diskutieren. Ein sehr interessantes Thema, leider blieb kaum Zeit um weiter Gedanken auszutauschen, denn uns wurde ein Mittagessen an den Sportplatz organisiert. Unsere Fußballbegeisterten Jungs packte das Fieber und sie versuchten die chinesischen Fußballer zu coatchen. Bei den Toren wurde kräftig gejubelt.

Nach dem Mittagessen und einem kurzen Sonnenbad ging es mit dem Bus zur Exhibition Hall – dem Stadtplanungsmuseum von Wuhan – bei diesem Besuch begleiteten uns ein paar Studenten. Im Museum befindet sich ein 1200m² großes Modell von Wuhan. In der Masterplanhalle wird zum Modell ein Film gezeigt mit Lasershow und Musik, an dem die Geschichte und Entwicklung Wuhans erklärt wird. Auf der weiteren Ausstellungsfläche kann man dort die Stadtplanung bis 2020 besichtigen.

Nach dem Besuch ging es zum Hotel zurück und der Abend stand jedem zu freien Verfügung.

15:12

Stadtführung durch Wuhan mit Herrn Kreutzer – Sonntag, 09. März

Um kurz nach 6 Uhr wurden wir von einer Zugdurchsage geweckt, die auf chinesisch mehr oder weniger wichtige Informationen durchgab. Wir hatten schon etwas Verspätung, weshalb wir nicht planmäßig in den Bahnhof einfahren konnten, sondern in einen kleinen Bahnhof warten mussten, was uns zunächst etwas verwirrte, weil wir nicht wussten, ob wir aussteigen sollten oder nicht. Am Bahnhof erwartete uns schon unser Reiseleiter. Er berichtete uns, der Bus habe Probleme mit der Tür. Nachdem uns allerdings ein Frühstück im Hotel erwartete und wir deshalb nicht allzulange warten wollten, wurde nicht lange gefackelt und die Tür kurzerhand mit Tape provisorisch verschlossen.
Der erste Eindruck von Wuhan war versmogt und vernebelt – also eher grau und unschön. Bei der ersten Fahrt über den Jangtse, der drittgrößte Fluss der Welt, konnten wir rein gar nichts vom Fluss erkennen.

Nach dem versprochenen, reichhaltigen Frühstück im im obersten Stock gelegenen Drehrestaurant unseres Hotels, holte uns Herr Kreutzer, ein Bekannter von Felicitas, zu einer kleinen Stadtführung ab. Da das Metronetz hier gerade erst ausgebaut wird, stiegen wir in den Bus Richtung Fähre und ließen uns durch das alltägliche Verkehrschaos kutschieren. Inzwischen wurde die Sicht deutlich besser und während unserer Flussüberquerung konnten wir einen Blick auf die Skyline von Wuhan und die Wuhan-Jangtse-Brücke, die als eine der wichtigsten Verbindungen Wuhans gilt, werfen. Auf dem oberen Teil der zweistöckigen Brücke verläuft der Autoverkehr, darunter fahren Züge.
In der Fressmeile konnten sämtliche Spezialitäten durchgetestet werden. Viele trauten sich an einem Froschschenkel zu knabbern. DIE Speise Wuhans (Nudeln mit Sesamsoße und Gemüse) wurde getestet und Fleischspieße verkostet. An die Entenhälse haben wir uns noch nicht herangetraut.

Die Kranichpagode erklommen, hatte man einen wunderbaren Blick über Wuhan und den Jangtse. Das Gebäude selbst wurde erst in den 1980ern gebaut. Den Chinesen ist es allerdings nicht wichtig, ob ein Gebäude original ist, sondern ob die Geschichte dahinter schön ist. Somit gilt es als ein wichtiges und besonderes Gebäude, das in ganz China bekannt ist.

Der zweite kulturelle Höhepunkt des Tages war der Guiyuan-Tempel. In der Anlage beten viele Menschen und verbrennen zu Ehren Buddhas Räucherstäbchen – zum Teil noch in Plastiktüten verpackt. Es waren viele Menschen unterwegs, dadurch wirkte die Atmosphäre eher touristisch. Für 5 RMB konnte man eine Glocke läuten. Das bringt Glück. In den Tempelteichen schwammen viele Fische und Schildkröten. Manche wirkten eher letargisch oder schwammen gar mit der verkehrten Seite nach oben. Die Menschen bringen die gepanzerten Tiere zu den Mönchen, weil sie sich so ein langes Leben erhoffen.

Abends bekamen wir bei einem chinesischen Freund unseres Tourguides Abendessen und viel Gegrilltes und Bier for free. So endete der Abend in lustiger Gesellschaft.

Die Zeit haben wir heute auf jeden Fall genutzt, um mehr Insidergeschichten über das Leben eines Deutschen in China zu erfahren.

23:40

Mit dem Nachtzug nach Wuhan – Samstag, 08. März

Unser letzten Tag in Shanghai war wieder dem Kulturporogramm gewidmet beziehungsweise stand zur freien Verfügung. Das Gepäck wurde zurück in den Koffern verstaut und in der Lobby verwahrt. Während ein Teil der Gruppe kurz nach dem Frühstück zum People’s Square aufbrach, schlief der andere Teil länger und nutzte die Late checkout Möglichkeit. Im Stadtplanungsmuseum am Peoples’s square wurde in fünf Etagen dem ersten Teil der Gruppe mit Bildern, Videos und kleinen Vorführungen die Entwicklung Shanghais zu einer Großstadt veranschaulicht. Das Highlight der Ausstellung ist das Modell (1:500) des Zentrums Shanghais in 2020.

Die verbleibenden Gruppe besuchte den People’s Park. Ein Teil erreichte ihn per Metro der andere Teil legte den Weg durch die Straße Shanghais zu Fuß zurück. Am People’s Park gab es einiges Bemerkenswertes zu bestaunen. Zuerst fiel un s der Heiratsmarkt ins Auge, wo Eltern mit Informationszetteln ausgestattet einen Partner für ihr Kind suchen. Unseren Spieltrieb kamen wir auf einer Art Jahrmarkt im Park nach und besuchten den Autoscooter und das Kettenkarusell. Daraufhin ging es zum Essen in einen Food Market. Anschließend ging es mit der Metro zurück zum Hotel um uns auf die Fahrt mit dem Nachtzug nach Wuhan vorzubereiten.

Am späten Nachmittag wurden wir dann von unserem Reiseleiter abgeholt und zum Bahnof gebracht. Am Abend bestiegen wir dann den Nachtzug, der uns zu unserer letzten Stadt in China, Wuhan, brachte. Im kuscheligen 5 m² Abteilen verbrachten je 4 Personen mit schwerem Gepäck die Nacht im Zug.